Knapp acht Monate nach dem Tod eines herz- und lungenkranken Rentners müssen sich zwei Männer vor dem Berliner Landgericht verantworten.

Die Angeklagten im Alter von 32 und 35 Jahren haben sich am Montag zum Prozessauftakt in Schweigen gehüllt. Ihnen wird Körperverletzung mit Todesfolge und Beteiligung an einer Schlägerei vorgeworfen.

Die Angeschuldigten sollen den 65-Jährigen am 24. Januar 2013 in dessen Wohnung an der Fehmarner Straße im Stadtteil Wedding besucht haben. Ein heftiger Streit soll in eine wechselseitige Schlägerei ausgeartet sein. Der ältere Mann soll sich zunächst auch mit einer großen Wodkaflasche gewehrt haben.

Der Schlosser und der Kranfahrer sollen auch noch auf den Wohnungsinhaber eingeprügelt haben, als dieser zu Boden gegangen und ihnen wehrlos ausgeliefert gewesen sei.

Nachbarn hatten wegen der lautstarken Auseinandersetzung die Polizei gerufen. Die Beamten fanden den verletzten Michail C. auf dem Fußboden liegend vor. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Die beiden Besucher des Opfers befanden sich noch in der Wohnung und wurden von den Polizisten festgenommen.

Der 65-Jährige erlitt einen Herzinfarkt. Die Angeklagten, so die Staatsanwaltschaft, hätten die Todesgefahr für den älteren, sichtlich kranken Mann erkennen können.

Der 35 Jahre alte Schlosser will aussagen. Der Prozess wird fortgesetzt.

dpa/sei