Die Berliner und Brandenburger müssen weiter schwitzen – bevor am Sonntag leichte Abkühlung in Sicht ist.
Das Hoch „Antonia“ bringt heiße Luft von der Iberischen Halbinsel heran, wie der Deutsche Wetterdienst in Potsdam am Freitag mitteilte.
Die Temperaturen sollten am Freitag in der Region auf 31 bis 35 Grad klettern, am Samstag sollen sie 36 Grad erreichen.
Am Sonntag fällt die Temperatur leicht
Am Sonntag soll die Temperatur wieder unter die 30-Grad-Marke fallen. Bereits am Samstagabend könne es zu Schauern und Gewittern kommen, sagte die Meteorologin Angela Berger.
Sie riet, sportliche Betätigung in die kühlen Morgenstunden zu verlegen. Wer Abkühlung in Seen suche, solle vorher nicht in der prallen Sonne liegen.
Hitzegeplagte können sich in vielen märkischen Badeseen abkühlen, darunter in den uckermärkischen Seen und in einigen Lausitzer Gewässern.
„Auch tropische Hitze hält die Besucher nicht davon ab, zu uns nach Tropical Islands zu kommen“, sagte Patrick Kastner, Sprecher des Freizeitzentrums in Brand am Rande des Spreewaldes südöstlich von Berlin.
In der mit Besuchern gut gefüllten Halle, wo einst riesige Transportluftschiffe gebaut werden sollten, sei es mit konstant 26 Grad derzeit angenehmer als draußen bei der Hitze. „Wir haben in der Halle ein Belüftungssystem, so dass auch am Südseestrand eine leichte Brise weht“, bemerkte Kastner.
Beim Kahnfahren abkühlen – diesem Motto folgen derzeit viele Besucher des Spreewaldes zwischen Burg, Lübbenau, Schlepzig und Lübben. „Wir fahren unsere Gäste auf 80 Prozent der Kahntouren durch den Schatten von Bäumen, wo immer ein Lüftchen weht“, berichtete Thomas Petsching vom Kahnfährverein Burg (Spree-Neiße). Gefragt seien zudem zweistündige Mondscheinfahrten bei kühlen Abendtemperaturen.
Skifahren noch nicht möglich
Wer angesichts der Hitze bei Minustemperaturen in der Halle Snowtropolis in Senftenberg-Hörlitz (Oberspreewald-Lausitz) Skifahren will, muss sich noch gedulden. Die dort laufenden Instandsetzungsarbeiten verzögern sich, teilte das Unternehmen mit.
Deshalb werde die für diesen Samstag geplante Wiedereröffnung der Halle voraussichtlich auf den 14. September verschoben. Derweil arbeite man daran, wieder Kunstschnee auf die 130 Meter lange Piste zu bringen.
Im Lausitzer Seenland, wo alte Kohlegruben geflutet werden, darf bereits an sechs großen Bergbaufolgeseen gebadet werden, wie der Sanierungsträger LMBV mitteilte. Das betreffe einige Strände am Senftenberger See und Gräbendorfer See in Brandenburg sowie am Geierswalder See, Partwitzer See, Dreiweiberner See und Bärwalder See, die teils oder ganz in Sachsen liegen.
Baden dürfe man zudem offiziell am Berzdorfer See, Olbersdorfer See und Knappensee bei Lohsa (alle Sachsen) sowie am Grünewalder Lauch bei Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz), sagte Unternehmenssprecher Uwe Steinhuber. Einige andere Bergbauseen bleiben noch gesperrt.
dpa/oje


