Ohne konkretes Ergebnis ist am Mittwoch der Auftakt der Tarifverhandlungen zwischen der Berliner Charité und der Gewerkschaft Ver.di zu Ende gegangen. „Die Verhandlungen fanden in einem angenehmen und konstruktiven Rahmen statt. Die Arbeitgeberseite hat auch die Themen Mindestbesetzung und Quotenregelung nicht mehr blockiert“, sagte Ver.di-Verhandlungsführerin Meike Jäger am Abend. Die Gespräche sollen ihren Angaben zufolge am 8. August fortgesetzt werden.

Im Mittelpunkt steht die Ausstattung mit Pflegekräften auf den Stationen des größten deutschen Universitätsklinikums. Ver.di möchte durchsetzen, dass das Pflegepersonal deutlich aufgestockt wird. Die Gewerkschaft fordert zudem eine Regelung für eine Mindestanzahl von Mitarbeitern auf den Stationen während der Nachtschichten.

Nach Ver.di-Berechnungen fehlen an der Charité derzeit rund 300 Vollzeitstellen. Die Charité gibt dagegen an, Überlastungsanzeigen und Überstunden seien im ersten Halbjahr 2013 durchschnittlich leicht rückläufig. Einen angedrohten Warnstreik hatte die Gewerkschaft abgesagt, nachdem die Klinikleitung Gesprächsbereitschaft auch über das Thema Mindestbesetzungen signalisiert hatte.

dpa/sh