Am frühen Sonntagmorgen hat es in Mitte einen schweren Zusammenstoß zwischen einem Krankenwagen und einem Kleinbus gegeben. Gegen 1.20 Uhr war der Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz mit Martinshorn und Blaulicht in der Luisenstraße Richtung Invalidenstraße unterwegs. An Bord waren neben Fahrer und Rettungsassistent auch ein Notarzt mitsamt 70 Jahre alter Patientin. An der Reinhardtstraße wollte der Rettungswagen die Kreuzung bei roter Ampel überqueren – wie es die Sonderrechte eines Notfalleinsatzes grundsätzlich auch erlauben. Dort stieß der Rettungswagen jedoch mit einem VW-Bus zusammen, der auf der Reinhardtstraße Richtung Kapelle-Ufer fuhr.
Der Zusammenprall war so heftig, dass der Krankenwagen umkippte. Die Patientin und der Fahrer des Krankenwagens konnten laut Polizei noch vor Ort ärztlich versorgt werden, sie hatten leichte Prellungen erlitten. Auch der Fahrer des Kleinbusses, ein 39-Jähriger, wurde ambulant versorgt, er hatte sich bei dem Unfall leichte Verletzungen am Oberkörper zugezogen. In eine Klinik gebracht werden wollte der Mann nicht. Der 34 Jahre alte Notarzt und der 26 Jahre alte Rettungssanitäter kamen laut Polizei ins Krankenhaus, der Sanitäter musste zur weiteren Beobachtung stationär aufgenommen werden.
Fahrzeug wurde mit dem Kran geborgen
Die Kreuzung in Mitte war nach dem Unfall noch für zweieinhalb Stunden gesperrt. Der umgestürzte Rettungswagen musste mit einem Kran geborgen werden. Auch an dem VW-Bus war erheblicher Schaden entstanden. Die weiteren Untersuchungen des Geschehens hat der Verkehrsermittlungsdienst der zuständigen Polizeidirektion übernommen. Unfälle mit Krankenwagen oder anderen Einsatzfahrzeugen sind in Berlin angesichts tausender Fahrten keine Seltenheit. Die Feuerwehr zum Beispiel führt in ihrer Jahresstatistik auch penibel auf, was für Unfälle es bei ihren 360.000 Einsätzen im vergangenen Jahr gegeben hat. 451 Mal kam das 2012 vor.
BM/oje/seg



