Alterssicherung

Berliner Rentner bekommen immer weniger Geld

Foto: Jens Wolf / dpa

Wer heute in Rente geht, bekommt deutlich weniger Geld als ein Rentner vor zehn Jahren. In Berlin und Brandenburg sinkt das Niveau sogar deutlich schneller als im Bundesdurchschnitt.

Die Zahlungen an Neurentner sinken in Berlin und Brandenburg deutlich schneller als im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem neuen Rentenreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Demnach bekam ein Berliner bei Rentenbeginn im Jahr 2011 gut zehn Prozent weniger Geld als zehn Jahre zuvor, in Brandenburg waren es gut sechs Prozent weniger. Im Bundesdurchschnitt sank das Renteneintrittsniveau dagegen nur um 4,2 Prozent. Der DGB forderte eine Aufstockung der Renten aus Steuergeldern.

2011 erhielten Neurentner im Westteil Berlins im Schnitt 600 Euro – zehn Jahre zuvor waren es noch 678 Euro gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 11,5 Prozent. Im Osten Berlins sank die Neurente von 739 Euro im Jahr 2001 auf 662 Euro zehn Jahre später. Das sind 10,4 Prozent weniger.

In Brandenburg erhielten Rentner bei Rentenbeginn im Schnitt 638 Euro, 2001 waren es noch 682 Euro gewesen – ein Rückgang von 6,4 Prozent. Deutschlandweit sank das Renteneintrittsniveau nur um 4,2 Prozent.

Jeder fünfte Berliner ist Rentner

Laut Bericht erhielten Männer 2011 in der Region Berlin-Brandenburg im Schnitt eine Rente von 1000 bis 1100 Euro, Frauen zwischen 500 und 800 Euro. Insgesamt ist in Berlin gut jeder fünfte Einwohner ein Rentner (21,2 Prozent), in Brandenburg sind es 28 Prozent.

Nach Angaben von DGB-Sprecher Dieter Pienkny ist das Rentenniveau im Osten höher, weil dort mehr Frauen gearbeitet haben und die Männer ununterbrochen beschäftigt waren. Zugleich habe es im Westen Berlins viele ungelernte Arbeitskräfte gegeben.

Im Bundesdurchschnitt erhalten Rentner 1035, Rentnerinnen 564 Euro. Quelle des DGB-Berichtes sind Daten der Deutschen Rentenversicherung.

( dpa/mim )