Ein offenkundig betrunkener Autofahrer hat sich in der Nacht zu Sonntag in Berlin eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei zwei Unfälle verursacht. Er wurde schließlich gestoppt und festgenommen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Beamten des Abschnitts 35 war gegen 2 Uhr an der Stromstraße in Moabit ein mit vier Personen besetzter Audi aufgefallen, bei dem das hintere Kennzeichen fehlte. An der Kreuzung Föhrer- Ecke Buchstraße in Wedding wollten sie den Wagen stoppen, doch der Fahrer erhöhte das Tempo und flüchtete über die Torfstraße in Richtung Nordufer.
An der Genter Straße überfuhr er eine Ampel bei Rot. Entgegenkommende Polizisten wollten nun ebenfalls den Fahrer zum Anhalten zwingen, doch dieser wich aus, touchierte den Einsatzwagen und fuhr weiter. Nachdem der Audi-Fahrer auf einen Parkplatz an der Genter Straße gefahren war, um zu wenden, stieß er gegen einen Metallzaun und blieb stehen.
Die Polizisten erreichten den Wagen schließlich und konnten den 43 Jahre alten Fahrer daran hindern, seine Flucht zu Fuß fortzusetzen. Er, die 41 Jahre alte Beifahrerin sowie zwei Männer im Alter von 31 und 46 Jahren auf der Rückbank wurden mit Handfesseln fixiert, um die unübersichtliche Lage zu beruhigen.
Eine Atemalkoholkontrolle bestätigte den Verdacht der Beamten, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Alkohol stehen könnte. Deshalb wurde bei ihm nicht nur eine erkennungsdienstliche Behandlung angeordnet, sondern auch eine Blutentnahme. Das Ergebnis steht noch aus.
Gegen den 43-Jährigen wird nun wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss sowie wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt. Sein Führerschein wurde noch an Ort und Stelle eingezogen. Wann er ihn zurückbekommt, ist unklar.
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