Das Hochwasser sorgt weiter für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr. Reisende von und nach Berlin müssen sich wie schon in den vergangenen Tagen auf teilweise massive Verspätungen einstellen.
Besonders betroffen sind die Fahrgäste der ICE Linien 11 und 12. Normalerweise fahren die Züge von München oder Freiburg über Fulda, Kassel und Braunschweig nach Berlin. „Auf diesen Linien ist vorerst kein regulärer Betrieb zu erwarten“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB).
Die ICEs auf dieser Strecke werden von Fulda aus über Erfurt umgeleitet. Das Resultat: „Mindestens eine ganze Stunde Verspätung bei der Ankunft in Berlin“, teilte die Bahn mit.
Elbbrücke noch gesperrt
Grund dafür ist die noch immer nicht normal befahrbare Elbbrücke in Schönhausen. Das bremst auch Bahnen auf der ICE-Linie 10 aus, die von Berlin nach Köln bzw. Düsseldorf führt. Ab Hannover werden die Züge über Magdeburg umgeleitet.
Das verursacht Verspätungen von mehr als 90 Minuten. Die an der Strecke liegenden Bahnhöfe Stendal und Wolfsburg werden nicht angefahren.
Das Hochwasser zwingt die Bahnen längere Wege zurückzulegen – auf Gleisen, die größtenteils nicht für den Hochgeschwindigkeitsverkehr ausgelegt sind. So rollen auch die ICEs streckenweise im Schneckentempo durch die Landschaft.
„Die Bahn tut was sie kann“, sagte der Bahn- Sprecher. Doch vielen Menschen reicht das nicht. Am Berliner Hauptbahnhof herrscht mitunter gereizte Stimmung. Vor allem, wenn sich zu viele verspätete Fahrgäste vor den unterbesetzten Infoschaltern der Bahn drängeln.
Nach Amsterdam via Hamburg
Bis über die deutschen Grenzen hinaus reicht das Chaos. Der IC 77, Berlin–Amsterdam, fährt von Holland aus nur bis nach Hamburg. Dorthin müssen erst einmal auch Reisende, die von Berlin aus das Nachbarland erreichen wollen.
Nicht nur Fahrgäste im Fernverkehr lässt das Hochwasser verzweifeln – wer Berlin mit dem Regionalexpress RE1 (Frankfurt/O.–Berlin–Potsdam–Brandburg/H.) verlassen will, muss sich auf Umwege, Verspätungen und Ausfälle gefasst machen.
Züge, die bis Magdeburg fahren enden hochwasserbedingt bereits in Biederitz kurz. Die Strecke ist weiterhin gesperrt. Aus „Kapazitätsgründen“, wie man auf der Internet Seite der Deutschen Bahn lesen kann. Reisende zur Endhaltestelle des RE1 müssen auf eigens eingerichtete Busnotdienste oder alternative Verbindungen zurückgreifen.
Wer heute versucht, die Hauptstadt zu erreichen oder von Berlin abzureisen, tut gut daran, sich in Geduld zu üben.
Service-Telefon der Bahn: Kostenlose Hotline 08000/ 99 66 33
































































































