Rund 100 Polizisten haben am Dienstagabend in Berlin ein Clubhaus der Rockerszene und mehrere Wohnungen durchsucht. Auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) und Spürhunde waren im Einsatz. Wie ein Sprecher der Polizei am Abend berichtete, ermitteln die Fahnder gegen sechs Beschuldigte. Es gehe um Gewaltdelikte, Betrug, Unterschlagung und Diebstahl. Von der Durchsuchung sei eine Gruppierung betroffen, die dem Rockerclub Hells Angels nahestehe, sagte der Sprecher.
Vier der Beschuldigten mussten im Landeskriminalamt unter anderem eine DNA-Probe abgeben. Zudem seien Dokumente gefunden worden, die für das Verfahren von Bedeutung seien, sagte der Polizeisprecher. Auch gefährliche Gegenstände wie Schlagringe und Scheckschusswaffen wurden sichergestellt. Insgesamt trafen die Polizisten bei den Durchsuchungen 15 Personen an.
Berlin ist Rocker-Hochburg
Immer wieder rückt die Polizei zu Razzien im Rockermilieu aus. Die Region Berlin-Brandenburg gilt als eines der Zentren der Rockeraktivitäten. Die Polizei geht von 1000 Mitgliedern in Rockerclubs aus: unter anderen bei den Hells Angels und Bandidos.
Bei dem am Dienstagabend durchsuchten Haus handelt es um ein Gebäude an der viel befahrenen Berliner Allee. Dort sind der Schriftzug „Downtown Streetcrew 666 Berlin“ und ein Bild von einem Totenkopf zu sehen.
dpa/BM/pol/seg




