Ein mutiger Kassierer eines Supermarktes in Neukölln hat einen bewaffneten Räuber in die Flucht geschlagen. Der Täter war am Montagabend bewaffnet in den Supermarkt im „SonnenCenter“ gegangen und hatte sich im Kassenbereich hinter den Kassierer gestellt. Unvermittelt griff er mit der rechten Hand in die offene Kasse und zog Geldscheine heraus, er erbeutete zunächst rund 600 Euro. Zugleich richtete er die in der linken Hand gehaltene Pistole auf Christoph W. Doch dieser wusste sich zu helfen. „Als ich plötzlich die Kassenlade heruntergeschlagen habe, muss sich der Räuber derart erschreckt haben, dass er augenblicklich versucht hat zu flüchten“, sagt er. Der gelernte Tischler konnte den etwa 1,80 Meter großen Mann zunächst festhalten und somit an der Flucht hindern.
Täter drückt mit Pistole zweimal ab
Dabei kam es zu einem Handgemenge. Im Verlauf der Auseinandersetzung hat sich der Räuber aus der Umklammerung des Kassierers lösen können. Dabei habe der etwa 18 bis 20 Jahre alte Mann zweimal den Abzug seiner Pistole betätigt, ohne dass sich ein Schuss gelöst hat. „Anschließend hat er mit der Waffe drei Mal auf meinen Kopf eingeschlagen und ist aus dem Geschäft geflüchtet“, sagt der Verkäufer.
Plötzlich kam ein Junge zur Hilfe
Christoph W. rannte dem Mann noch hinterher, griff nach ihm und hielt ihn nach eigenen Angaben abermals fest. Dabei sei ihm plötzlich ein neunjähriger Junge zur Hilfe gekommen, der den Täter ebenfalls festgehalten habe. Der Räuber löste sich abermals aus den Griffen und flüchtete, verlor aber auf der Flucht Teile seiner Beute. Christoph W. musste mit schmerzhaften Blessuren am Kopf in einem Krankenhaus behandelt werden.
„Wir suchen den Jungen als Zeugen“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlungen hat das Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 übernommen.
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