Weil er eine Frau misshandelt, gefesselt und ein Feuer gelegt haben soll, steht seit Montag ein 35-Jähriger wegen versuchten Mordes in Berlin vor dem Landgericht. Der Angeklagte soll eine flüchtige Bekannte am 14. März 2012 geschlagen und vergewaltigt haben, bevor er in ihrer Wohnung in Berlin-Marzahn Feuer legte. Der Mann habe sein Opfer besucht und dann völlig unvermittelt angegriffen.

Nach Angaben des Nebenklageanwalts ist die Frau bis heute in Therapie. Sie habe in der eigenen Wohnung die Hölle durchlebt, erklärte der Anwalt am Rande des Prozesses. Bisher habe der Verdächtige zu den Vorwürfen geschwiegen, sagte der Ankläger.

Messer und Batterien geschluckt

Im Prozess stand zunächst die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten im Mittelpunkt: Der Mann hatte Ende April in der Haft versucht, ein Messer und Batterien zu schlucken. Der 35-Jährige habe Schmerzen, erklärte sein Anwalt. Eine Ärztin der Justizvollzugsanstalt erklärte telefonisch, es bestehe keine Gefahr. Ein Mediziner soll den Mann bis zum nächsten Gerichtstermin untersuchen. Die Anklage wurde am ersten Prozesstag nicht verlesen.

dpa/ap