Weil er am Mittwoch mit einem Auto in Berlin-Schöneberg viel zu schnell unterwegs war, sieht ein junger Mann nun mehreren Ermittlungsverfahren entgegen.

Beamte kontrollierten an der Kleiststraße die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer, als gegen 14.30 Uhr ein Fahrzeug mit 100 Stundenkilometern gemessen wurde. Dort sind nur 50 km/h erlaubt.

Zunächst reagierte der Fahrer des Mercedes auf das Anhaltesignal der Polizisten. Kurz vor einem Beamten wechselte der Wagen jedoch aus der linken Fahrspur in den rechten Fahrstreifen, umfuhr so den Posten und flüchtete in Richtung Wittenbergplatz. An der nächsten Kreuzung bog das Auto dann trotz roter Ampel nach rechts in die Straße An der Urania ab und entkam.

Ein Taxifahrer, der die Rotlichtfahrt beobachtet hatte, verfolgte den Fluchtwagen bis zur Derfflingerstraße, wo das Auto anhielt und der Fahrer ausstieg. Den alarmierten Polizisten schilderte der Zeuge, dass der Mann mit einer Einkaufstüte in der Hand in Richtung Kurfürstenstraße gegangen sei. Zudem beschrieb er den Verdächtigen, sodass die Beamten nun nach ihm suchen konnten.

Kein Führerschein und unter Drogen

Kurz darauf kam ein Mann mit beschriebener Tüte von einem Hinterhof an der Kurfürstenstraße. Trotz anderer Kleidung erkannten die Polizisten ihn als den Verdächtigen und nahmen ihn vorläufig fest. In der Tüte fanden sie dann auch die Kleidung, die der Taxifahrer angegeben hatte.

Der 20-Jährige bestritt, das Auto gefahren zu haben. Im Besitz eines Führerscheines ist er nicht. Stattdessen ergab ein Drogenschnelltest, dass er unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Der junge Mann musste sich in einer Gefangenensammelstelle einer Blutentnahme unterziehen und konnte anschließend seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

Die Schlüssel zum Mercedes, der einem Bekannten des rasanten Fahrers gehört, stellten die Polizisten sicher. Zudem fertigten sie Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, Überschreitung der Geschwindigkeit und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

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