Eine auffällige Häufung von Taschendiebstählen in Bussen des Schienenersatzverkehrs der U-Bahnlinie 8 führte zu einem Einsatz der Fahnder des Fachkommissariats zur Bekämpfung des Taschendiebstahls.
Nach aufwändigen Beobachtungen fiel den Beamten gestern Nachmittag gegen 15 Uhr eine geschickt vorgehende fünfköpfige Bande am Hermannplatz auf, die sich einer 68-jährigen Frau beim Einsteigen in den Bus näherte und in den Rucksack der Frau griff.
Als die Gruppe von zwei Männern im Alter von 22 und 24 Jahren, zwei Frauen von 18 und 22 Jahren und einem 13-jährigen Jungen kurze Zeit später festgenommen wurde, fand man bei ihnen nicht nur das gestohlene Handy aus dem Rucksack, sondern zwei weitere Mobiltelefone und anderes Diebesgut aus drei weiteren Taschendiebstählen.
Überwiegend schwerbehinderte Opfer
Auch wurde jetzt klar, dass es sich um die Bande handelt, die bereits einen Tag vorher von den Polizeibeamten beobachtet wurde, wie sie wertlose Reste aus einem Taschendiebstahl in einem angrenzenden Kaufhaus entsorgt hatte.
Bei ihren Taten suchten sich die Tatverdächtigen überwiegend gebrechliche und schwerbehinderte Opfer aus, darunter eine 77-jährige nahezu blinde Frau und eine sehbehinderte 73-Jährige, die gerade eine Augenoperation hinter sich hatte.
Das tatverdächtige Kind wurde dem Kindernotdienst übergeben, die Erwachsenen sollen heute zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.
BM/oje





