Arbeitsmarkt

Rund 1000 Berliner mehr haben einen Job als noch im Februar

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Die Arbeitslosigkeit in Berlin und Brandenburg ist im Vergleich zum Februar gesunken. Das Wetter bremst die Arbeitsmarktentwicklung aus – die übliche Frühjahrsbelebung bleibt aus.

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im März gesunken. 216.103 Menschen ohne Job waren gemeldet, 1403 weniger als im Februar. Das teilte die Arbeitsagentur mit. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Februar unverändert bei 12,3 Prozent. „Die Arbeitslosigkeit konnte auch im März weiter reduziert werden“, sagte der Chef der regionalen Arbeitsagentur, Dieter Wagon. Durch den andauernden Winter bleibe der Rückgang jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Auch im Vergleich zum März 2012 schnitt Berlin besser ab. Damals waren 8831 Arbeitslose mehr registriert als jetzt, die Arbeitslosenquote lag bei 13 Prozent.

Besonders erfreulich ist nach Angaben von Wagon der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe von 15 bis 25 Jahren. 20.162 junge Menschen waren ohne Arbeit – 10,5 Prozent weniger als im März 2012. Im Vergleich zum Februar 2013 ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen fast unverändert.

„Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung in Berlin auch weiterhin stabil positiv. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt anhaltend deutlich über dem Niveau von 2012“, sagte Wagon. Im Vergleich der ostdeutschen Länder liegt Berlin zusammen mit Sachsen-Anhalt mit einer Quote von 12,3 Prozent hinter Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit einer Arbeitslosenquote von 13,2 Prozent.

Bundesweit macht der Winter zu schaffen

Auch in Brandenburg sang die Arbeitslosigkeit im März. 144.357 Menschen waren erwerbslos gemeldet 3589 weniger als im Februar und 4177 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 10,8 Prozent. Im Februar lag sie noch bei 11,0 Prozent und vor einem Jahr bei 11,1 Prozent.

Wagon erklärte den geringeren Rückgang mit dem andauernden Winter.

Dies galt auch Bundesweit. Die schlechten Wetterbedingungen etwa am Bau sorgten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) dafür, dass die Arbeitslosenzahl nicht so stark zurückging wie sonst mit der beginnenden Frühjahrsbelebung üblich. Die BA registrierte im März 3,098 Millionen Arbeitslose. Das seien 58.000 weniger gewesen als im Februar, aber 70.000 mehr als vor einem Jahr. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen stieg die Erwerbslosenzahl im Monatsvergleich um 13.000. Banken-Volkswirte hatten im Schnitt saisonbereinigt einen Rückgang um 4000 erwartet.