Nach dreieinhalb Monaten müssen früher auf dem Oranienplatz und am Brandenburger Tor campierende Flüchtlinge die besetzte ehemalige Kreuzberger Schule verlassen und sich eine neue Bleibe suchen. Wie eine Sprecherin des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg am Montag sagte, sollen die Flüchtlinge die Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße Ende März räumen. Wie viele Menschen dort zurzeit leben, sei nicht bekannt. Nach den Worten eines Sprechers der Flüchtlinge ändert sich die Zahl der Bewohner dort ständig.
Die Flüchtlinge fordern mehr Rechte für Asylbewerber
In der ersten Dezemberwoche des vergangenen Jahres hatten rund 100 vom Oranienplatz und vom Brandenburger Tor kommende Flüchtlinge die Schule besetzt. Die Bezirksverwaltung duldete sie dort – mit der Auflage, die Schule zum Frühjahr wieder zu verlassen. Am Oranienplatz harren Flüchtlinge seit über einem halben Jahr aus. Sie fordern mehr Rechte für Asylbewerber, unter anderem die Abschaffung der Residenzpflicht.
In der Gerhart-Hauptmann-Schule soll ein „Projektehaus“ entstehen, in dem Bürger künftig Vorhaben in den Bereichen Soziales, Kultur und Bildung verwirklichen können. Laut Bezirksamt sind 45 Projektvorschläge eingereicht worden. Am 27. März können sich Anwohner und Interessierte in der Rosa-Parks-Grundschule darüber informieren.
dpa/seg




