Unbekannte haben aus dem Wagen von Zivilfahndern der Berliner Polizei eine Pistole und Schutzwesten gestohlen. Der Wagen wurde in der Nacht zum Donnerstag in der Prinzenallee in Wedding aufgebrochen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost waren die Fahnder eigentlich einer Einbrecherbande auf der Spur, als die Gegenstände aus dem Wagen gestohlen wurden.
Taucher fanden die Waffe am Morgen zusammen mit anderen Ausrüstungsgegenständen im Charlottenburger Verbindungskanal zwischen Spree und Westhafenkanal. Durch einen anonymen Anruf war die Polizei zu dem Fundort geleitet worden. Nach Angaben des Anrufers habe er beobachtet, wie mehrere Gegenstände in das Wasser geworfen wurden.
Polizei prüft Zusammenhang mit Blitzeinbrüchen
Warum die Waffe unbeaufsichtigt in dem Auto lag und wie sie schließlich ins Wasser gelangt ist, sei noch unklar, hieß es. Ein Ermittler zu den Gründen für das Verschwinden: „Es gibt im operativen Geschäft oft Situationen, in denen man aus taktischen Gründen Ausrüstungsgegenstände zurücklässt. Gerade die schweren Schutzwesten und Ausrüstung am Gürtel tragen auf, wenn ein Beamter unerwartet eine Person observieren und plötzlich verfolgen muss.“
Zehn Verdächtige festgenommen
Das Fahrzeug war im Einsatz gewesen während Ermittlungen gegen Menschen, die im Verdacht stehen, eine Reihe von Blitzeinbrüchen begangen zu haben. Ermittler haben am heutigen Donnerstag bei Durchsuchungen zehn Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, diverse Einbrüche begangen zu haben. Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang zu dem Diebstahl im Polizeiwagen gibt.
Der Schlag war nach längeren Ermittlungen der Berliner Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin ausgeführt worden gegen die Personengruppe, die im Verdacht steht Blitzeinbrüche begangen zu haben.
Polizisten durchsuchen 15 Wohnungen
Es wurden im Laufe des Donnerstags 15 Wohnungen und ein Lokal in Berlin durchsucht. Die Personen stehen unter anderem in Verdacht, am 18. Februar 2013 in einen Elektronikmarkt in Tegel eingebrochen zu sein. Bei den Durchsuchungen, die überwiegend im Stadtteil Wedding durchgeführt wurden, nahmen die Beamten zehn Personen im Alter von 22 bis 37 Jahren vorläufig fest. Die Polizisten beschlagnahmten unter anderem mehrere Videokameras, Handys sowie eine scharfe Pumpgun und Munition. Bereits vor einigen Tagen beschlagnahmten die Ermittler einen Opel, mit dem die mutmaßlichen Einbrecher vermutlich eine weitere Einbruchstat geplant hatten. Die Festgenommenen wurden der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 3 überstellt.
Im Rahmen der Ermittlungen wird auch zu klären sein, ob der Einbruch in ein Zivilfahrzeug der Polizei in der vergangenen Nacht in Zusammenhang mit der festgenommenen Personengruppe steht.
BM





