Ein 18-jähriger Vater soll sein Baby zu Tode geschüttelt haben – nach Angaben der Verteidigung hat er sich „zu seiner Schuld bekannt“. Im Prozess wegen Totschlags schloss das Berliner Landgericht am Montag die Öffentlichkeit aus Jugendschutzgründen aus. Einzelheiten zur Aussage nannte die Anwältin nicht.
Der Berliner soll seine Tochter am 5. September 2012 in einem betreuten Wohnprojekt des Bezirks Schöneberg heftig geschüttelt und damit schwerste Kopfverletzungen verursacht haben. Außerdem soll der damals 17-Jährige das Mädchen mit dem Kopf an einen Gegenstand geschlagen haben, heißt es in der Anklage. Der sieben Monate alte Säugling starb eine Woche später in einem Krankenhaus.
Die Mutter des Mädchens ist mitangeklagt. Die 18-Jährige wohnte in der Mutter-Kind-Einrichtung. Sie soll während der schweren Misshandlungen nicht zu Hause gewesen sein. Ihr wird aber vorgeworfen, das Baby dem Vater anvertraut zu haben, obwohl sie wusste, dass dieser das Kind schon zuvor misshandelt haben soll.
Gericht schließt Öffentlichkeit von dem Prozess aus
Die junge Frau ist auf freiem Fuß, während der 18-Jährige in Untersuchungshaft sitzt. Das Gericht schloss die Öffentlichkeit aus „jugendpsychologischen Gesichtspunkten“ aus. Es seien sonst Nachteile in der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu erwarten.
Der tragische Tod des Babys hatte für Schlagzeilen gesorgt. Der Träger der Wohneinrichtung war scharf kritisiert worden, weil Betreuer von blauen Flecken am Körper des Kindes gewusst haben sollen.


