In einem Prozess um Steuerhinterziehung wegen Zigarettenschmuggels in Höhe von 37 Millionen Euro ist ein 42-Jähriger in Berlin zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Damit entsprach das Landgericht am Montag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Mann war einer der Köpfe einer international agierenden Bande. Der Schmuggel war aufwendig organisiert.

Produktion in Polen

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 42-Jährige über einen Zeitraum von vier Jahren Tabak nach Litauen orderte. Dieser stammte teilweise sogar aus Übersee. Von dort aus wurde der Stoff dann nach Polen gebracht, wo die Zigaretten produziert und verpackt wurden. Die Waren wurde anschließend auf den europäischen Schwarzmarkt gebracht.

Der Mann gestand die Taten

Die Schmuggelzigaretten – rund 910 Tonnen – waren für verschiedene Länder der EU, besonders Großbritannien, bestimmt. Der gelernte Kaufmann hatte die Taten umfassend gestanden.

dpa/seg