Ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals auf dem Flughafen Düsseldorf hat am Montagmorgen auch zu Flugausfällen in Berlin-Tegel geführt. Bis zum Mittag wurden laut Fluginformation sechs Flüge von Düsseldorf nach Berlin gestrichen.
Der Flughafen Düsseldorf wird den gesamten Montag lang bestreikt. Die Gewerkschaft Ver.di hat die Fluggastkontrolleure am drittgrößten deutschen Airport dazu aufgerufen, von 4 bis 24 Uhr die Arbeit niederzulegen.
An den Terminals bildeten sich lange Schlangen. „Die Lage ist aber sehr entspannt. Die Passagiere reagieren mit viel Verständnis“, sagte ein Verdi-Sprecher am Montagmorgen.
Insgesamt werden am heutigen Montag 53.200 Passagiere am Flughafen in Düsseldorf erwartet. Von den geplanten 593 Starts und Landungen sind im Vorfeld bereits 166 Flüge gestrichen worden.
Mit dem Streik will Verdi Druck auf die Arbeitgeber machen. Die Tarifverhandlungen im nordrhein-westfälischen Sicherheitsgewerbe sind seit langem festgefahren. Die Gewerkschaft verlangt für die 34.000 Beschäftigten der Branche bis zu 30 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten zwischen 5 und 9 Prozent. In den vergangenen Wochen kam es in Düsseldorf und Köln/Bonn häufiger zu Streiks.
Gestrichen wurde zum Beispiel der Lufthansa-Flug LH 2735 nach Düsseldorf um 12.20 Uhr.
Aktuelle Infos zu An- und Abflügen, gestrichenen Flügen und Verspätungen auf der Internetseite der Berliner Flughäfen.
Ver.di fordert Lohnerhöhung zwischen 2,50 und 3,64 Euro
Seit Wochen sorgt der Arbeitskampf des Sicherheitspersonals in Düsseldorf und am benachbarten Flughafen Köln/Bonn für erhebliche Behinderungen im Flugverkehr. Die Ausweitung der Streiks sei die Antwort der Beschäftigten auf die starre Haltung der Arbeitgeber, hieß es. Die Gewerkschaft erwarte „einen Tarifabschluss vor den Osterferien“, sagte ein Ver.di-Sprecher. Bereits am vergangenen Freitag hatte das Sicherheitspersonal am Köln-Bonner Flughafen die Arbeit niedergelegt. Ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro. Für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe bieten die Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben bisher lediglich 40 Cent mehr an.
dpa/seg


