Die Staatsanwältin sagte am Montag in ihrem Plädoyer vor dem Berliner Landgericht: „Sie hasste das Baby, es störte in der Beziehung zum Mann“.
Bleibende Schäden seien zu erwarten, deren Ausmaß noch nicht absehbar seien, betonte die Anklägerin. Die Verteidigerin beantragte drei Jahre Haft. Das Urteil wird am 18. Februar erwartet.
Die wegen schwerer Misshandlung angeklagte Mutter hatte gesagt, sie werde sich nie verzeihen, dass sie ihren Sohn so geschädigt habe.
Am 26. Juni 2012 kam der sechs Wochen alte Säugling mit lebensbedrohlichen Hirnblutungen in ein Krankenhaus. Notärzte retteten das Leben des Babys.
Säugling litt große Schmerzen - jetzt schwer behindert
Das Kind erlitt erhebliche Schmerzen, sagte die Anklägerin. „Aus einem gesunden und lieben Baby ist ein schwer behindertes Kind geworden“, erklärte die Staatsanwältin.
Die Verteidigerin sprach von einem ausgesprochen tragischen Fall. Die Frau sei überfordert gewesen und mit dem Muttersein nicht klar gekommen. Am Tattag war die Angeklagte aber allein mit dem Säugling in der ehelichen Wohnung im Stadtteil Hellersdorf.
Zumeist hatte sich der Vater um das Baby gekümmert. Der 29-jährige Postbote will um das Kind kämpfen. Der Junge lebt jetzt in einer Pflegefamilie.
dpa/anni

![Die rŲmische GŲttin der Gerechtigkeit Justitia steht mit einer Waage und einem Richtschwert in den Hšnden auf dem Gerechtigkeitsbrunnen am RŲmer in Frankfurt am Main im Januar 2008. Die GŲttin aus der rŲmischen Mythologie gilt als Wahrzeichen und Symbol der Justiz und der Gerechtigkeit. Foto: Frank May +++(c) dpa - Report+++ [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ]](https://img.sparknews.funkemedien.de/113034337/113034337_1423601005_v16_9_1200.jpeg)


