Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft haben zwei Raubserien aufgeklärt, bei denen sich die Täter ihre Opfer offenbar gezielt nach Alter beziehungsweise Geschlecht gesucht haben.

An der Dennewitzstraße in Schöneberg nahmen die Beamten am Donnerstagnachmittag einen 21-Jährigen fest, der seit September 2012 zehn Überfälle auf Kinder und Jugendliche begangen haben soll. Die Opfer waren nach Polizeiangaben zwischen zwölf und 17 Jahren alt. In seiner Vernehmung räumte der 21-Jährige die Taten ein.

Nach bisherigen Ermittlungen sprach er seine Opfer in Schöneberg, Neukölln, Hermsdorf und Reinickendorf an und drohte, ein Messer einzusetzen, sollten sie ihm nicht Geld und Mobiltelefone aushändigen. Mit dem erbeuteten Geld beglich er nach Polizeiangaben seine Schulden, die Telefone verkaufte er meist in An- und Verkaufsgeschäften weiter. Der 21-Jährige soll bereits früher durch Raubtaten und auch gefährliche Körperverletzungen bei der Polizei aufgefallen sein.

Noch am Freitag sollte er einem Ermittlungsrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Bei der zweiten Raubserie suchte sich der Täter gezielt Frauen als Opfer. Der 23-Jährige konnte bereits vor drei Tagen im Märkischen Viertel festgenommen werden, nachdem er eine 65-Jährige an der Treuenbrietzener Straße niedergeschlagen und ihr die Handtasche geraubt hatte. Seit Oktober vergangenen Jahres raubte der Mann im Märkischen Viertel sieben weitere Frauen zwischen 18 und 87 Jahres aus, wie er in seiner Vernehmung einräumte. Die Opfer wurden dabei teils schwer verletzt.

Der 23-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

ur