Wer oder was ist eine „Gugg“? Das wollte Metzger Karlheinz Mutschler aus dem schwäbischen Örtchen Zainingen am Donnerstagvormittag im Dialekt-Rätsel der Sendung ARD-Buffet wissen.

Zur Auswahl standen „Korb“, „Auto“, „Tüte“ und „Plastikfolie“. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse war live aus Berlin zugeschaltet und fand nach kurzem Überlegen die richtige Antwort: „Tüte“.

Er bewies damit, dass er den Dialekt offenbar ganz gut versteht, über den er sich Ende Dezember in einem Interview mit der Berliner Morgenpost beklagt hatte.

Wegen der vielen Zuwanderer aus Schwaben bekämen Brötchenkäufer in manchen Berliner Bäckereien inzwischen „Wecken“ statt „Schrippen“, so der 69-Jährige. Diese Äußerungen hatten für Wirbel im Ländle und bei Wahl-Berlinern aus dem Südwesten gesorgt.

Moderator Florian Weber wollte vom SPD-Politiker nach dem gelösten Rätsel noch wissen, ob die Aufregung bei seinen beiden schwäbischen Mitarbeitern ähnlich groß gewesen sei wie im Südwesten des Landes.

„Verteidigung des Berlinerischen“

Thierse wiegelte ab: „Nein, denn sie wussten ja, dass das nicht ganz ernst gemeint war. Das war eine Verteidigung des Berlinerischen.“

Er wünsche sich, dass der Berliner Dialekt ähnlich wie Sächsisch oder Bayerisch weiter seine Chance habe – vor allem in Berlin.

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chm/tj