Drei Jahre nach einer Überfallserie auf Spielhallen hat sich der 22 Jahre alte Angeklagte vor Gericht reumütig gezeigt. Vor dem Landgericht Berlin gestand er am Montag seine Beteiligung an den Überfällen. Er bedaure, „überreagiert“ und andere Personen verletzt zu haben, sagte er.
Von Dezember 2009 bis Januar 2010 soll der damals 19-Jährige gemeinsam mit zwei Mittätern acht Spielhallen in Berlin überfallen und dabei Angestellte geschlagen haben.
Der Anklage zufolge war er auf ein Zeichen seiner Komplizen bewaffnet und maskiert in die Casinos gestürmt, hatte dort die Angestellten bedroht und teilweise geschlagen und so von ihnen Geld erpresst. Insgesamt 12.000 Euro sollen bei der Überfallserie erbeutet worden sein.
Er habe sich von den älteren Mittätern zu den Taten überreden lassen, weil er Geld gebraucht habe, sagte der Angeklagte weiter. Er habe niemanden verletzen wollen. Er habe aber stets Angst gehabt, erwischt zu werden. Zwei Angestellte, darunter eine Frau, soll er mit dem Pistolengriff auf den Kopf geschlagen haben.
Der damals 19-Jährige war nach den Taten nach Ägypten geflohen. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland im Juni dieses Jahres wurde er am Flughafen verhaftet. Seine beiden Mittäter wurden bereits 2010 zu Freiheitsstrafen von viereinhalb und knapp sechs Jahren verurteilt. Dem Staatsanwalt zufolge hatten sie den Angeklagten bereits bei ihrer Festnahme als Mittäter benannt. Der Prozess wird am 28. Dezember fortgesetzt.
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