Wegen der Entschärfung einer 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe kann es am Dienstag im Berliner Ortsteil Biesdorf (Bezirk Marzahn-Hellersdorf) zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Der amerikanische Sprengkörper war am Montagnachmittag bei Bauarbeiten auf der Weißenhöher Straße etwa zwei Meter unter der Erde gefunden worden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.
Noch am Dienstag soll die Bombe voraussichtlich zwischen 11 und 12 Uhr entschärft werden. Deshalb könnte die wichtige Ost-West-Verkehrsachse der Bundestraße 1/5 für eine knappe Stunde gesperrt werden. Auch der Bus- und Bahnverkehr in diesem Gebiet ist betroffen. Dies werde allerdings erst nach dem Berufsverkehr erfolgen, hieß es am Dienstagmorgen.
Unklar war zunächst noch die Größe des Sperrkreises, den rund 300 Anwohner verlassen müssen. Er soll nach ersten Angaben etwa 400 Meter umfassen. Zudem müsse ein Rangierbahnhof geschlossen werden. In dem Gebiet gibt es vor allem Einfamilienhäuser. Die betroffenen Anwohner sollen im Schloss Biesdorf unterkommen. Mehrere Hundert Polizisten sind im Einsatz. Zur Unterstützung von älteren und behinderten Menschen stünden Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes bereit.
Auch A115 soll wegen Bombenentschärfung gesperrt werden
Auch in Brandenburg muss ein Blindgänger entschärft werden. Dafür soll am Mittwoch die A115 in Höhe Kleinmachnow vermutlich ab Mittag für etwa zwei Stunden gesperrt werden. Bei Grabungen sei im dortigen Ortsteil Dreilinden in einem Waldstück nahe Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) am Montag eine 250 Kilogramm schwere Bombe gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag. Der Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Mittwoch ab 8 Uhr entschärft werden.
Auch Teile der Gemeinde Stahnsdorf müssten von ihren Bewohnern verlassen werden. Es gebe eine Sperrkreis mit einem Durchmesser von 900 Metern, der von 8 Uhr an geräumt sein müsse. Auch der Schiffsverkehr auf dem Teltowkanal werde zeitweilig eingestellt. Die Bombe soll gegen 14 Uhr entschärft sein.
dapd/dpa/plet/sei


