Immobilien

Berliner Wohnungen sind „gefragt wie nie”

Foto: Hans Wiedl / picture-alliance/ ZB

Um rund 25 Prozent ist die Zahl der Eigentumswohnungskäufe in der Hauptstadt im ersten Halbjahr 2012 gestiegen.

Nach jahrelanger Stagnation ist der Wert von Wohneigentum in Berlin im ersten Halbjahr 2012 drastisch gestiegen. Besonders Eigentumswohnungen waren „gefragt wie nie“, hieß es im Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, dessen vorläufige Zahlen die Berliner Senatsbauverwaltung am Dienstag veröffentlichte.

Danach wechselten rund 10.000 Eigentumswohnungen den Besitzer, 25 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011. Der Umsatz dabei stieg sogar mit 1,7<TH>Milliarden Euro um 29 Prozent. Insgesamt wurden dem Bericht zufolge in den ersten sechs Monaten 15.920 Kaufverträge abgeschlossen, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die umgesetzte Geldmenge stieg um 14 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro.

Abgesehen von Doppelhaushälften stiegen alle Objektkategorien bei Wohneigentum um bis zu zehn Prozent oder mehr. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich von durchschnittlich 280.000 auf 290.000 Euro. Bei Reihenhäusern, Townhäusern und Villen legten die Preise zweistellig zu. Ausgeblieben sind dagegen Umsatzsteigerungen bei Wohn- und Geschäftshäusern, wie es sie bis 2011 gab.

Von einer drohenden Immobilienblase sprachen die Gutachter in ihrem Fazit nicht. Sie warnten jedoch: „Ob und in welcher Form sich die im Einzelfall zu beobachtenden Preissteigerungen auch nachhaltig rechnen, bleibt abzuwarten.“

( BMO )