Der Großbrand des eingestürzten Teppichlagers in Berlin-Reinickendorf ist unter Kontrolle. Am späten Mittwochabend brannten noch immer einzelne Glutnester, aufgrund des Einsturzes sei die Halle schwer zugänglich und der Einsatz für die Löschkräfte in der Dunkelheit nicht ungefährlich, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Rund 30 Feuerwehrleute waren am späten Mittwochabend noch im Einsatz.
Aus zunächst ungeklärter Ursache hatten am Mittwochvormittag 50 bis 100 Rollen in dem Teppichlager in der Kögelstraße Feuer gefangen. Dabei habe es eine starke Rauchentwicklung gegeben, die auch die Sicht auf der nahegelegenen Ollenhauerstraße beeinträchtigt habe.
Die Anwohner waren gebeten worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Ein Kind wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Weitere Personen wurden nach Auskunft des Feuerwehrsprechers nicht verletzt. Wie hoch die Schadstoffbelastung durch die Rauchwolke ist, war zunächst unbekannt.
Die Rauchgase in der Halle entzündeten sich und brachten das Gebäude zum Einsturz. Heruntergefallene Dachteile bedeckten anschließend die Glutnester.
Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Dabei würde auch geprüft, ob womöglich eine Brandstiftung vorliegt, sagte eine Polizeisprecherin. Konkretere Angaben konnte sie zunächst nicht machen.
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