Berlin ist Vorreiter bei der Internetnutzung für die Bürger in der öffentlichen Verwaltung. Die Hauptstadt ist Spitze bei Online-Angeboten für ihre Bürger, um bestimmte Amtsgeschäfte bequem Zuhause am heimischen Computer zu erledigen.

Das Nachbarland Brandenburg hinkt da deutlich hinterher, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung des Unternehmensberaters McKinsey in 200 Städten und Gemeinden ergab.

Besonders die Landeshauptstadt Potsdam habe deutlichen Nachholbedarf, genauso wie die Städte Bremen, Duisburg, Magdeburg und Darmstadt.

Für die Studie wurde untersucht, inwieweit acht typische Vorgänge im Austausch zwischen Bürgern und Verwaltung online erledigt werden können. Dabei ging es unter anderem darum, einen neuen Wohnsitz anzumelden, einen Hund für die Steuer zu registrieren, eine Geburtsurkunde zu beantragen oder etwas im Fundbüro zu suchen.

Berlin und Hamburg gehören zu den Vorreitern

Als Vorreiter wurden nur 2,5 Prozent der Großstädte, 1,5 Prozent der mittelgroßen und 1,0 Prozent der kleinen Gemeinden eingestuft. Zu den Vorreitern gehören Berlin und Hamburg, die beiden größten Städte in Deutschland.

Zu den Ergebnissen der ohne einen externen Auftraggeber erstellten Studie sagte Mc-Kinsey-Berater Sebastian Muschter, es lohne sich für jede Kommune, ihre Website so nutzerfreundlich und optisch ansprechend wie möglich aufzubauen. Dabei müsse das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden.

Als Möglichkeit verwies Suder auf Social-Media-Angebote, die in einer Gemeinde alle Gruppen und Menschen verbinden könnten, „die konkret etwas bewirken möchten“.

dpa/bee