Ein vorbestrafter Bankräuber hat gestanden, im vergangenen Jahr in Berlin und Hamburg viermal rückfällig geworden zu sein. Er habe sich wegen einer finanziellen Notlage zu diesen Überfällen entschlossen, sagte der Angeklagte am Montag zu Beginn des Prozesses gegen ihn am Berliner Landgericht. Der 51-Jährige hatte Kunden oder Angestellte kurzzeitig als Geiseln genommen, um Geld zu erpressen. Er versetzte sie mit Spielzeugpistole und Messer in Angst und Schrecken. Der Mann war zur Tatzeit Hartz-IV-Empfänger.

Bei seinem Raubzug hatte er im November und Dezember 2011 insgesamt rund 60.000 Euro erbeutet. Vor Gericht entschuldigte sich der Mann bei den Betroffenen und zeigte Reue. Er war im Dezember in Hamburg gefasst worden.

„In einer finanziell ausweglosen Situation bin ich auf die Idee gekommen, mir Geld bei Banken zu besorgen, erklärte der Berliner. Er habe seine Partnerin mit Kind und deren Bruder finanziell versorgen müssen und Schulden gemacht. Er sei verliebt und glücklich gewesen, habe aber zu wenig Geld gehabt, sagte der 51-Jährige. Einen Großteil der Beute hat er für Hotel, Taxi, Bekleidung, Automatenspiele und Prostituierte ausgegeben. 29.000 Euro konnten noch sichergestellt werden.

dpa/nbo