Riesige Titelseiten der „Bild“-Zeitung haben am Mittwoch die Wände des Ernst-Cramer-Saals im Axel-Springer-Haus geziert. „Franzi, Franzi, wunderbar“, „Boris suuuper“ oder „King Kahn“ war in dicken Lettern zu lesen.

Das Motto der Feierlichkeiten hätte „Bild ist big“ lauten können, denn Chefredakteur Kai Diekmann präsentierte das „Bild Buch“. Ein Werk der Superlative: elf Kilo schwer, 718 Titelseiten und in der Sonder-Edition sogar mit Stücken des Dalai-Lama-Schals und einer Jeans von Madonna bestückt.

„Es ist ein Dokument der Zeitgeschichte“, sagte Kai Diekmann. Der Autor und ehemalige „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust ergänzte, die „Bild“ sei „Spiegelbild, Vergrößerungsglas und Zerrbild“.

So „big“ wie das Buch waren auch die prominenten Gratulanten, die es schon selbst auf Seite Eins geschafft hatten. Außenminister Guido Westerwelle nannte „Bild“ eine „Erfolgsgeschichte“. „Viele Kollegen sagen, sie lesen sie nicht. Es verwundert, dass sie dann aber wissen, was drin steht“, ergänzte er lachend.

Showmaster Frank Elstner gestand: „Ich lese ,Bild' morgens beim Frühstück. Je nach dem was über mich drin steht, schmeckt das Ei oder nicht.“

Davon berichtete auch Ex-Schwimmerin Franziska van Almsick: „Doof, wenn man eine negative Schlagzeile hat, doch daran gewöhnt man sich.“

Unter den Gratulanten waren Kati Witt, Johannes B. Kerner, Heino, Thomas Gottschalk, Friede Springer und Mathias Döpfner, Vorstandschef der Axel Springer AG. „,Bild' ist wie das Leben. Es gibt Höhen und Tiefen“, sagte Ex-Rad-Profi Jan Ullrich. Boris Becker verriet einen Wunsch: „Ich habe genug Schlagzeilen gehabt, ich will keine mehr.“