Tödlicher Streit in einer Wohngemeinschaft: Eine 21-jährige Frau ist am Freitagmorgen vermutlich von einem ihrer Mitbewohner in Berlin-Wedding erstochen worden. Die Frau, die mit fünf jungen Männern in einer Wohngemeinschaft lebte, wurde mit einem Messer getötet, wie die Polizei mitteilte. Anschließend sprang der mutmaßliche Täter aus einem Fenster im 4. Stock des Wohnhauses in der Luxemburger Straße. Beim Aufprall im zweiten Hinterhof verletzte sich der 28-Jährige schwer.
Das Opfer hatte die Wohngemeinschaft mitgegründet, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Alle Bewohner machten eine Ausbildung und waren zwischen 21 und 28 Jahre alt.
Der Messerattacke sei eine Auseinandersetzung zwischen dem Mann und der Frau vorausgegangen, den auch einige ihrer Mitbewohner mitbekommen hätten. Worum die beiden sich gestritten haben, und warum der mutmaßliche Täter zum Messer gegen seine Mitbewohnerin griff, sei noch unklar, sagte der Sprecher.
Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei aber nicht von einer klassischen Beziehungstat aus. Der Mann und die Frau hätten keine Liebesbeziehung gehabt, sagte Redlich. Der Hintergrund sei noch nicht aufgeklärt. Nicht alle Bewohner der WG seien zum Zeitpunkt der Tat in der Wohnung gewesen. Die Zeugen vor Ort wurden am Freitagnachmittag noch vernommen.
dpa/bee


