Der Karneval der Kulturen zieht an Pfingsten wieder durch Berlin. Zu dem traditionellen Fest in Kreuzberg haben sich mehr als 800 Künstler angesagt. 350 Stände bieten Essen und Handwerk aus aller Welt.

Mit dem Straßenfest am Blücherplatz ist am Freitag der 17. Karneval auf vier Bühnen gestartet. Und Sonnabend geht es gleich weiter, auch mit dem Kinderkarneval, der zum Mitmachen einlädt.

Höhepunkt ist, wie jedes Jahr, am Sonntag der Straßenumzug. Fast 100 Gruppen mit rund 5000 Tänzern, Trommlern und Musikern aus 70 Ländern haben sich angekündigt. Mehr als eine Million Besucher werden zum dem viertägigen Fest erwartet.

Erstmals bei der Parade dabei sind Gruppen aus Taiwan und Nepal. Der Umzug, bei dem mit 700.000 Besuchern gerechnet wird, beginnt am Hermannplatz und führt über die Hasenheide, die Gneisenaustraße zur Yorckstraße.

Initiator des Festivals ist die Berliner Werkstatt der Kulturen. Die Schirmherrschaft haben die Migrationsbeauftragte Maria Böhmer und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit übernommen. Nach Veranstalterangaben wird der Karneval mit 270.000 Euro vom Senat unterstützt. Diese Summe fließe in die Logistik. Geld sei aber auch für die Gruppen des Karnevals nötig. Diese brauchten „dringend“ Hilfe, heißt es.

„Wir wünschen uns, dass sich Politik, Verwaltung und Unternehmen an einen Tisch setzen, um eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Gruppen zu finden“, sagte eine Sprecherin. Der Karneval biete einen Querschnitt aus der kulturellen Vielfalt der Stadt. Berlin profitiere von diesem Image.