An der Kleinen Badewiese an der Unterhavel in Berlin-Spandau sollten die Berliner in diesem Sommer besser keine Abkühlung suchen. Unter allen von der EU in der Hauptstadt untersuchten Badestellen fiel der Abschnitt als einziger wegen einer zu schlechten Qualität des Wassers durch. Alle übrigen untersuchten Badestellen in Berlin erhielten dagegen Bestnoten, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte.
Die große Mehrheit der deutschen Flüsse und Seen haben demnach eine „exzellente“ Wasserqualität bescheinigt bekommen. Das zeigt der neue EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer. Er bezieht sich für Deutschland auf Analysen aus den Jahren 2008 bis 2011. Demnach erfüllen mehr als 95 Prozent der deutschen Binnen- und Küstengewässer die Mindeststandards, wie die Berliner Kommissionsvertretung mitteilte.
Die Wasserproben wurden zum Beispiel auf Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittel und giftige Säuren untersucht. Die Berücksichtigung mehrerer Jahre soll sicherstellen, dass nicht einmalige Ereignisse wie starke Regenfälle über die durchschnittliche Qualität eines Gewässers täuschen.
Bei den Nord- und Ostseestränden wurden 75 Prozent als „exzellent“ eingestuft, das waren rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Deutschlandweit fielen nur 15 der mehr als 2300 Badestellen bei der Untersuchung durch. Sie liegen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Für den Badegewässer-Bericht hat die Europäische Umweltagentur die Daten von mehr als 22.000 Küsten- und Inlandsgewässern gebündelt.
Am besten schnitt bei der europaweiten Studie erneut Zypern ab, wo allen getesteten Badestellen „exzellente“ Qualität bescheinigt wurde.
Italien hat bei weitem die meisten untersuchten Badegewässer, nämlich 5549; von ihnen fielen 23 Gewässer mit schlechter Qualität komplett durch, hinzu kamen 139 Badeverbote oder Schließungen. In Österreich wurden 83,5 Prozent als exzellent bewertet, vier fielen durch, Verbote oder Schließungen gab es danach keine.
Am unteren Ende der europäischen Skala liegen laut Kommission die Niederlande, Bulgarien, Lettland, Luxemburg und Belgien. Hier erfüllte nur ein vergleichsweise geringer Anteil der Gewässer die strengen Leitwerte. Allerdings sind die Beurteilungssysteme in den EU-Ländern noch nicht alle auf demselben Niveau, sodass die Angaben nicht immer direkt vergleichbar sind.
AFP/dpa/sei

![Kinder tauchen am Samstag (28.04.2007) bei sommerlichen Temperaturen um 25 Grad in einem Freibad in Hamburg. Wegen des warmen Wetters haben in der Hansestadt die Freibäder schon früher als geplant geöffnet. Auch für die kommenden Tage sagen die Meteorologen sonniges Wetter voraus. Foto: Kay Nietfeld dpa/lno +++(c) dpa - Report+++ [ Rechtehinweis: usage worldwide, Verwendung weltweit ] Kinder tauchen am Samstag (28.04.2007) bei sommerlichen Temperaturen um 25 Grad in einem Freibad in Hamburg. Wegen des warmen Wetters haben in der Hansestadt die Freibäder schon früher als geplant geöffnet. Auch für die kommenden Tage sagen die Meteorologen sonniges Wetter voraus. Foto: Kay Nietfeld dpa/lno +++(c) dpa - Report+++ [ Rechtehinweis: usage worldwide, Verwendung weltweit ]](https://img.sparknews.funkemedien.de/106362758/106362758_1423549764_v16_9_1200.jpeg)


