Durch die wiederholte Sachbeschädigung von Polizeifahrzeugen will ein 30-Jähriger seine Einlieferung in ein Gefängnis erzwingen.

Der gebürtige Badener saß wegen Einbruchs in ein Einfamilienhaus seit Ende vergangenen Jahres in Untersuchungshaft in der JVA Nürnberg. Vergangene Woche wurde er entlassen, seitdem hält er sich in Berlin auf. Ohne Wohnung, ohne Arbeit, ohne Geld.

Eine Straftat sollte jetzt Abhilfe schaffen. Am Donnerstagmorgen schlug er mit einem Stein die Seitenscheibe eines Dienstwagens der Bundespolizei vor dem Revier am Bahnhof Zoologischer Garten ein, hieß es am Freitag. Anschließend stellte er sich selbst und bat um Einlieferung in ein Gefängnis. Der Bereitschaftsstaatsanwalt entschied jedoch, den Mann zu entlassen.

Der 30-Jährige zeigte sich hartnäckig und kam in der Nacht zu Freitag wieder. Diesmal schlug er die Frontscheibe eines weiteren Dienstfahrzeuges ein – und stellte sich erneut. Ein Arzt schloss eine psychische Erkrankung des Mannes aus, er kam frei. Die Polizisten halfen mit Adressen von Anlaufstellen für Obdachlose weiter.

Der Schaden an beiden Fahrzeugen beläuft sich auf rund 1500 Euro. Die Bundespolizei leitete zwei Ermittlungsverfahren ein.

pol/bee