Bei den Flugrouten für den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld dürfte es voraussichtlich keine tiefgreifenden Änderungen am bisher vorliegenden Modell mehr geben. Das Konzept solle sich in weiten Teilen am Vorschlag der Deutschen Flugsicherung (DFS) von Anfang Juli 2011 orientieren, hieß es in Kreisen, die mit dem Verfahren vertraut sind. Darin sind bereits Anregungen der Fluglärmkommission aufgenommen, etwa bei Starts gen Osten eine scharfe Kurve vor Zeuthen (Dahme-Spreewald).

An diesem Donnerstag will das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung das Konzept vorstellen. Die Führung der An- und Abflugrouten sorgt seit Monaten für Diskussionen und Proteste in Berlin und Brandenburg.

Beibehalten werden dürfte den Informationen zufolge wohl ebenfalls die umstrittene Route über den Müggelsee. Bürgerinitiativen am Müggelsee drohen für diesen Fall mit einer Klage. Die geplante Route über den Müggelsee kommt jedoch nicht überraschend. Bereits zuvor hatten viele Experten eingeräumt, dass eine Schonung des Gewässers eine Doppelbelastung durch Starts und Landungen für Erkner bei Berlin nach sich gezogen hätte.

Das Bundesaufsichtsamt, das Bundesverkehrsministerium und das Umweltbundesamt wollten sich am Mittwoch auf Anfrage nicht äußern. Sie verwiesen auf die angekündigte Vorstellung der Flugrouten am Donnerstag.

dpa/dpad/ap