Für den weltberühmten Eisbären Knut wird während der Sommerferien im Berliner Zoo ein Denkmal aufgestellt. Ein Modell der Skulptur, die der Nürnberger Künstler Josef Tabachnyk anfertigt, wurde am Dienstag von Direktor Bernhard Blaskiewitz am künftigen Standort vor dem großen Eisbärengehege präsentiert. Es zeigt das Tier auf einer stilisierten Eisscholle liegend. Mit Sockel misst das Denkmal 1,15 Meter in der Höhe.
Bei einem Wettbewerb waren 40 Gestaltungsvorschläge eingegangen und von einer Jury aus Zoo-Vorständen und Zooförderverein gekürt worden. Der gebürtige Ukrainer und seit längerem in Nürnberg lebende Tabachnyk schuf bereits für den Nürnberger Zoo und für seine Heimat mehrere Tierplastiken. Zur offiziellen Präsentation des Modells hatten sich zahlreiche Fans eingefunden. Sie begutachteten das künftige Denkmal zum Teil tief bewegt.
Knut war vor den Augen zahlreicher Zuschauer, darunter Kinder, im Alter von vier Jahren im März 2011 gestorben. Der von Menschen aufgezogene Bär litt an einem Hirnschaden. Geplant ist die Aufstellung des präparierten Eisbären im Berliner Naturkundemuseum.
Zoochef will ein Denkmal zum Anfassen
Die Skulptur sei kein Totengedenken, sondern werde buchstäblich „etwas zum Begreifen“, sagte Blaskiewitz. Denn Knut sei fraglos ein populäres Tier gewesen, um das es einen regelrechten Hype gegeben habe. Kinder dürften auf dem Denkmal herum klettern, jedermann dürfe die Plastik berühren.
Das Denkmal stehe in einer guten Tradition im Zoo, erinnerte der Direktor. Bislang wird auf diese Weise an einen kleinen indischen Elefanten, der 1936 im Zoo geboren wurde, und an den legendären Gorilla Bobby erinnert. Das größte Denkmal ist Knautschke gewidmet. Der beliebte Flusspferdbulle war eines von 91 Tieren, die im Zoo die Kriegs- und Nachkriegszeit überstanden. Das Bronzedenkmal für Knautschke stammt aus dem Jahr 1997.
Für die Realisierung des Denkmals fehlen allerdings noch 5000 Euro: Wie die zuständige Zoo-Fördergemeinschaft bei der Vorstellung des Entwurfs mitteilte, sammelte sie bislang 10.000 der veranschlagten 15.000 Euro an Spenden, um „Knut – der Träumer“ in die Tat umzusetzen.
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