Eine Spur des mutmaßlichen Busentführers von Kronberg führt nach Berlin. Der seit Wochen flüchtige Gewaltverbrecher habe sich für mehrere Tag in der Hauptstadt aufgehalten, teilte die Polizei in Düsseldorf mit. Sie bestätigte damit am Montag einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach das Auto des bundesweit gesuchten Thomas Feldhofer in Charlottenburg entdeckt wurde. Der Wagen habe am Iburger Ufer gestanden, eine Seitenscheibe sei eingeschlagen worden, sagte der Sprecher.

Unklar sei, ob sich der Gesuchte noch in der Hauptstadt aufhalte oder weitergeflüchtet sei. Tatsache ist, dass es „konkrete Hinweise gibt, dass er zumindest für einige Tage in Berlin“ war, sagte der Sprecher. Das Auto wurde sichergestellt.

Nach dem gefährlichen Gewaltverbrecher aus Krefeld fahndet die Polizei nun auch mit Hilfe der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Am Mittwoch werden Bilder aus Überwachungskameras einer Sparkassenfiliale in Sachsen-Anhalt und einem Hotel in Frankfurt/Main gezeigt.

Die Suche nach dem 46-jährigen Mann läuft mittlerweile europaweit. Thomas Feldhofer gilt als besonders gefährlich. Er soll nach einer spektakulären Flucht vor der Polizei im Rheinland in Kronberg im Taunus einen Linienbus entführt und die Insassen ausgeraubt haben. Auch wird er unter anderem für eine Serie von Raubüberfällen auf Tankstellen und Sparkassen in Nordrhein-Westfalen verantwortlich gemacht. In Sachsen-Anhalt soll er unter anderem eine Bank in Arendsee überfallen haben.

dpa/bee