Ameisen, Giraffen, Bären und alle anderen Bewohner der Berliner Zoos sind am Samstag zum Zählappell angetreten. Wie auch in den vergangenen Jahren habe am 31. Dezember 2011 eine Inventur in Zoo und Tierpark begonnen, sagte Zoo-Biologe Heiner Klös am Sonnabend. Das jüngste Tier ist ein an Silvester geborenes Brüllaffen-Baby. Das Gesamtergebnis der Tier-Zählung wird voraussichtlich in der zweiten Januarwoche vorliegen.

Zum Jahreswechsel 2010/2011 zählten die Mitarbeiter 17.134 Tiere im Zoo. Im weitaus größeren Tierpark lebten hingegen zum 31.12.2010 genau 7461 Tiere. Überraschungen oder bislang unentdeckte Tiere wird es laut Klös wohl nicht geben. „Zusätzliche Elefanten, Mammuts oder einen Wal haben wir noch nicht gefunden“, sagte er. Bei der Zählung der Insekten werde nicht jedes Tier einzeln registriert. „Hier zählen wir in Bienen- oder Ameisenvölkern“, beschrieb Klös den Job der Mitarbeiter. Etwas komplizierter sei es vielleicht noch bei den mehr als 6000 Fischen im Zoo.

Allerdings gebe es auch zum Jahresende noch Geburten. Diese würden dann natürlich noch schnell in die Statistiken aufgenommen. So hätten Tierpfleger am Samstagmorgen um 7 Uhr das jüngste Tier im Zoo entdeckt. Ein kleiner schwarzer Brüllaffe sei in der Nacht zur Welt gekommen, sagte Klös. „Wir wissen noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Dieses Geheimnis nimmt die Mutter mit ins neue Jahr“. Man wolle das Tier jetzt nicht von der Mutter trennen. Auch habe das Äffchen noch keinen Namen.

Mitte Januar werden auch die Besucherzahlen und die Einnahmen veröffentlicht. Dabei rechnet die kaufmännische Direktorin des Zoos, Gabriele Thöne, mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2010. Insgesamt sei das zu Ende gehende Jahr für den Zoo und den Tierpark Berlin durchaus zufriedenstellend verlaufen, sagte sie. „Wir hatten einen guten Herbst gehabt.“

dpa/sei