Acht Frauen und fünf Männern wurde nach dem Genuss von Schnaps oder anderen Getränken übel, einige von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Berliner Polizei prüfte am Dienstag zwei aktuelle Fälle mit drei Opfern.
Der 21 Jahre alte Pascal P. berichtet im Gespräch mit Morgenpost Online, dass er und Freunde von einem "sehr sympathischen Mann" angesprochen worden sei. Der habe Alkohol ausgegeben und sich anschließend entfernt. Nach einiger Zeit, sagt P. habe er Übelkeit verspürt und "ein Ziehen in den Beinen", bis er schließlich ohnmächtig geworden sei.
Ein weiteres Pärchen ist auf einem Berliner Weihnachtsmarkt vergiftet worden. Am Samstagabend besuchten die 39-jährige Frau und ihr 43-jähriger Partner gemeinsam mit einem befreundeten Paar den Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ein Unbekannter sprach die beiden Frauen in der Runde an und wollte ihnen einen Glühwein spendieren. Anschließend brachte ihnen der Mann zwei gefüllte Pappbecher. Weil eine der Frauen das Getränk ablehnte, tranken die 39-Jährige und ihr Freund den Glühwein.
Auf dem Heimweg bekamen die beiden Kreislaufprobleme und mussten sich übergeben. Die Frau erstattete am Montag Anzeige.
Nach den Giftattacken auf Berliner Weihnachtsmärkten ergreift ein Weihnachtsmarkt-Betreiber nun selbst die Initiative. „Ich biete eine Belohnung von 1000 Euro für den entscheidenden Hinweis oder die Ergreifung des Täters“, sagte der Chef des Marktes am Einkaufszentrum Alexa, Charles Blume.
Er habe auf seinem Markt außerdem die Zahl der Sicherheitskräfte verdoppelt, zwei zusätzliche Sanitäter und zwei Lockvögel eingestellt. Sie sollen den Unbekannten aufspüren, der seit Mittwoch vergangener Woche auf drei Weihnachtsmärkten Besuchern unter einem Vorwand vergiftete Getränke angeboten hatte.
Die Polizei Berlin warnt eindringlich davor, Getränke von Fremden anzunehmen.
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