Filmpremiere

Twilight-Stars am Potsdamer Platz - Berlin kreischt

In Berlin hat der neue Twilight-Film „Breaking Dawn" mit Robert Pattinson Premiere gefeiert. Neun rote Teppiche in nur einem Monat muss der 25-Jährige absolvieren. Und auch in Berlin wurde er kreischend empfangen. Den großen Erfolg findet Pattinson „unheimlich".

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Kreischalarm für "Twilight"-Stars in Berlin

Video: Reuters
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Für ihn war es der fast normale Wahnsinn. Die Tausenden weiblichen Fans, die sich am Freitagabend laut bis hysterisch kreischend um den roten Teppich vor dem Sony Center am Potsdamer Platz drängelten. Die campierten hier trotz der Kälte bereits seit Donnerstag, um einmal in seine Nähe zu kommen. Für Robert Pattinson (25), bekannt als Vampir Edward aus den „Twilight“-Filmen, ist es ein gewohntes Bild. Es gleicht jenen aus Los Angeles, London oder Barcelona, wo der 25-Jährige gerade gemeinsam mit seinem Kollegen Taylor Lautner (19) und seiner Filmpartnerin und Freundin Kristen Stewart (21) den vierten Teil der Saga „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht 1“ vorstellte. Neun rote Teppiche in nur einem Monat.

Am Freitag nun durfte das deutsche Premierenpublikum die sehnlich erwartete Fortsetzung ansehen, die am 24. November 2011 in die Kinos kommt. Doch bei aller Routine: Etwas „unheimlich“, bekannte Pattinson verlegen, sei es durchaus, was sich da abspiele. „Keiner hatte eine Ahnung davon, wie sich die Sache entwickelt.“ Entwickelt hat sich vor allem die Menge der Anhängerschaft, deren Treue am Freitag wieder einmal unter Beweis gestellt wurde – und das lautstark. „Ich habe bestimmt einen Teil meines Gehörs verloren“, zollte Pattinson dem Publikum auf seine Weise Respekt.

Wesentlich gesitteter ging es am Mittag im Hotel de Rome in der Behrenstraße zu, wo der „Twilight“-Star nach der Premierenfeier auch nächtigen sollte. Dort stellten sich Pattinson und Lautner gemeinsam mit Regisseur Bill Condon den Fragen der Journalisten. Die dürften sich allmählich ebenfalls gleichen, endete die weltweite Werbetour doch mit dem Auftritt in Berlin. Und etwas müde wirkte Hauptdarsteller Pattinson tatsächlich, brachte vorsichtshalber seine Kaffeetasse mit, rieb sich mehrfach die Augen. Oder fand ganz einfach keine Antworten. Auf die Frage, wovor er sich fürchte etwa. Oder was sein Lieblingslied auf dem „Twilight“-Soundtrack sei. Spaß hatte er trotzdem – vor allem mit Taylor Lautner. Die beiden waren allein nach Deutschland gereist, Kristen Stewart musste wegen Dreharbeiten absagen.

Es habe sich zwischen ihnen allen längst Freundschaft entwickelt, sagte Pattinson. Deshalb falle ihnen der Abschied von der Vampirsaga nicht leicht. Im November 2012 wird die letzte Folge in den Kinos laufen. „Es war ein großer Teil meines Lebens“, sagte Taylor Lautner und Pattinson ergänzte: „Es fühlt sich an, als müsste ich meine Karriere noch einmal von vorne beginnen.“ Später posierten die Beiden gut gelaunt mit Lebkuchenherzen, die sie geschenkt bekommen hatten. Seine Karriere von vorn zu beginnen wird kaum nötig sein, schließlich hat Pattinson bereits in Filmen wie „Wasser für die Elefanten“ an der Seite von Christoph Waltz sein Talent außerhalb des blutsaugenden Genres unter Beweis gestellt. Zudem könne er sich vorstellen, erzählte Pattinson, ein Album herauszubringen. „Allerdings hassen die Leute meistens ja Schauspieler, die Musik machen.“

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