Mordverdacht

Vermisste Berlinerin tot in Marzahn gefunden

Die Polizei hat in Berlin-Marzahn die Leiche einer Frau entdeckt. Vermutlich handelt es sich um eine Kolumbianerin, die seit Anfang Oktober vermisst wurde.

Foto: Steffen Pletl

Die seit Ende September/Anfang Oktober vermisste 32-jährige Julissa Andrea Javela Valencia ist vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, entdeckten Beamte am Freitagabend gegen 20 Uhr an der Boxberger Straße in Berlin-Marzahn unter einer Brücke, die über einen kleinen Bach führt, eine Leiche. Weitere Angaben konnte der Sprecher noch nicht machen. Ob es sich bei der Leiche um die Kolumbianerin handelt, soll nun eine Obduktion klären. Allerdings soll der Ehemann Helmut K. den Beamten Hinweise zu dem Versteck gegeben haben.

Am Freitag war der 47-Jährige festgenommen worden. Dessen Wohnung am Röttkenring in Berlin-Hohenschönhausen wurde ebenso durchsucht wie ein nahe gelegener Betriebshof eines Grünflächenamts. Der Mann sollte noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nachdem der Fall zunächst von der Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes (LKA) bearbeitet wurde, hatte die Mordkommission Anfang November die Ermittlungen übernommen.

Die Frau wurde zuletzt am 3. Oktober 2011 von einer Freundin in ihrer Wohnung an der Landsberger Allee gesehen, wohin sie nach der Trennung von ihrem Ehemann gezogen war. Seither fehlte von der Mutter zweier Kinder jede Spur. Im Laufe der Suche habe sich der dringende Verdacht eines Tötungsdeliktes ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagabend. Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht. Nach Informationen von Morgenpost Online geht die Mordkommission von einer Beziehungstat mit Eifersucht als Motiv aus. Nach der Trennung habe es zwischen den Eheleuten, die gemeinsam eine Firma betrieben, häufiger heftige Auseinandersetzungen gegeben, berichteten Bekannte des Ehepaares. Weiter Hinweise nährten dann den Verdacht gegen den Ehemann.