Ausgebranntes Autowrack

Zwei tote Kinder - Vater spricht von Unfall

Noch wissen die Ermittler nicht, was genau passierte, als bei Börnicke (Havelland) zwei Mädchen in einem Auto verbrannten. Bei einer Befragung sprach der schwer verletzte Vater von einem Unfall.

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Nach dem Fund zweier Kinder in einem ausgebrannten Autowrack in Brandenburg werden die Hintergründe der Tat untersucht

Video: Reuters
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Der Tod der beiden Mädchen in einem ausgebrannten Auto bei Börnicke (Havelland) ist nach den Worten des schwer verletzten Vaters Peter Thue R. ein Unfall gewesen. Das habe der 40-Jährige in einer Vernehmung gesagt, erklärte Staatsanwalt Ralf Roggenbuck am Dienstag in Potsdam. „Er hat sich selbst nicht einer Straftat bezichtigt.“ Damit sei aber weiter unklar, wie es zu dem tragischen Fall gekommen war.

Der Mann hatte die Ermittler am vergangenen Freitag zu dem Wagen in einem Waldstück nahe der A24 geführt, in dem die verkohlten Leichen seiner Kinder gefunden wurden. Die Obduktion ergab, dass die Mädchen bei lebendigem Leib verbrannt waren.

Weitere Erkenntnisse werden durch die noch durchzuführenden toxikologischen Untersuchungen erwartet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Potsdam zudem mit. So soll unter anderem geklärt werden, ob die Kinder möglicherweise vor dem Brand schliefen, betäubt waren oder vergiftet wurden.

Der Vater der Mädchen wird mit schweren Brandwunden im Unfallkrankenhaus Marzahn behandelt und wurde am Montagnachmittag im Beisein eines Dolmetschers erstmals von den Ermittlern befragt. Am Sonntag war R. noch erneut operiert worden und danach aus dem künstlichen Koma erwacht. Im Laufe dieser Woche seien nach Angaben der Klinik Hauttransplantationen vorgesehen. Voraussichtlich wird der Verletzte bis Ende kommender Woche zur Behandlung in der Klinik bleiben.