Die S-Bahn Berlin setzt für ihre Bahnhöfe auf digitale Anzeigetafeln. Bis Mitte 2013 sollen alle Stationen die elektronischen blauen Tafeln erhalten, die minutengenau anzeigen, wann die nächsten Züge kommen. Aktuell montieren Arbeiter die Geräte auf der Strecke von Humboldthain bis Nikolassee. In sechs Wochen soll der Abschnitt versorgt sein, der auch durch den Nord-Süd-Tunnel durch Mitte führt. Außerdem arbeitet die S-Bahn an einem neuen Ansagensystem und einer Pünktlichkeitsabfrage im Internet.

Wie ein S-Bahn-Sprecher auf Anfrage mitteilte, gibt es die blauen LCD-Anzeiger schon auf rund 60 der insgesamt 168 Bahnhöfen. Zu sehen sind sie etwa an den Knotenpunkten Westkreuz, Gesundbrunnen und Südkreuz und an den großen Stadtbahn-Haltestellen an der Friedrichstraße und am Alexanderplatz. In diesem Jahr kamen laut S-Bahn Spandau, Stresow und Hohen Neuendorf dazu.

Insgesamt investiert die Bahn demzufolge 36 Millionen Euro in die Reiseinformationen auf den S-Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg. Mit dem Geld werde auch ein neues Beschallungssystem eingerichtet, das Standardansagen vom Tonband abspiele, aber auch gleichzeitige zentrale Durchsagen an allen Bahnhöfen ermöglichen soll – etwa bei Großstörungen.

134 Bahnhöfe erhalten laut S-Bahn die großen mehrzeiligen LCD-Anzeigen. 34 kleinere Bahnhöfe mit nur einer S-Bahn-Linie bekommen eine abgespeckte, einzeilige Variante, die es auch auf Regionalverkehrsbahnhöfen gibt. Auch für diese Anzeigen verspricht das Unternehmen minutengenaue Verspätungsmeldungen.

Bis Ende November will die S-Bahn auch im Internet besser über die Betriebslage informieren. Spätestens dann sollen Fahrgäste online abfragen können, ob ihr Zug pünktlich ist – für viele Bahnhöfe im Regional- und Fernverkehr ist das schon möglich.

dpa/toto