Er ist Rapper, kommt aus Bielefeld und tritt am Dienstagabend bei der Fête de la Musique um 19.40 Uhr im Berliner Mauerpark auf: Casper. Das Festival findet wie jedes Jahr umsonst und draußen statt, mit mehr als 4000 Musikern auf 103 Bühnen. Der 28-jährige Casper ist einer von ihnen.

Morgenpost Online: Casper, Sie haben bei der Fête de la Musique einen Ihrer größten Auftritte deiner Musikkarriere, was bedeutet das für Sie?

Casper: Ich erhoffe mir heute Abend meinen echten großen Durchbruch. Es ist wahrscheinlich die spektakulärste Bühne, auf der ich je aufgetreten bin. Es ist extrem schwer, das Berliner Publikum zu beeindrucken, doch ich werde mein bestes geben um die Masse zu rocken!

Morgenpost Online: Sie sind innerhalb kürzester Zeit durchs Internet bekannt geworden, wie finden Sie den aktuellen Casper-Hype?

Casper: Ich finde die ganze Aufmerksamkeit super, ich bin im Moment ein echter Medienliebling und das freut mich, aber andererseits ist dies ziemlich gefährlich, da die Erwartungen unwahrscheinlich hoch sind.

Morgenpost Online: Was macht Sie besonders? Was unterscheidet Sie von anderen deutschen Rappern?

Casper: Ich denke, dass ich dem Rap einen ganz neuen musikalischen Ansatz gegeben habe. Meine Musik ist jenseits vom harten Ghettoleben und Drogen. Trotz meiner teilweise wortgewaltigen Texte bin ich kein Großmaul und Wichtigtuer.

Morgenpost Online: Worum geht es in Ihren Liedern?

Casper: Keiner meiner Texte ist frei erfunden, ich schreibe und singe nur über meine persönlichsten Erfahrungen und versuche, Geschehnissen neue Perspektiven zu geben. Wie auch in dem Lied, indem es um den Selbstmord eines guten Freundes geht.

Morgenpost Online: Denken Sie, dass Sie mit Ihrem Auftritt heute Abend die Berliner Jugend beeinflussen können?

Casper: Es war nie mein Wunsch, der große Held zu sein, jedoch weiß ich, dass manche der jungen Leute heute Abend anfangen werden, meine Slang-Begriffe und meinen Kleidungsstil aufzugreifen. Vielleicht kann ich sogar junge Rapper mit meinem Musikstil beeinflussen, ich werde jedenfalls alles tun, damit es ein Hammerauftritt wird.

Morgenpost Online: Was ist Ihr größter Traum im Leben?

Casper: Mein aller größter Traum ist es, eines Tages wieder zurück nach Amerika zu gehen, weg aus Mannheim, weg aus Deutschland.