Der Vorstand der Charité hat den Vorschlag von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) begrüßt, das Berliner Universitätsklinikum zu einer Bundesuniversität zu machen. Er sei „stolz“, dass die Charité als Modell für eine Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Förderung von Spitzenforschung ins Auge gefasst werde, sagte Vorstandsvorsitzender Karl Max Einhäupl am Montag. Dies unterstreiche die „exzellente Position der Charité im internationalen Wissenschaftssystem“.
Zu Details wollte sich Einhäupl zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern, betonte aber, alles zu tun, um „diesen Prozess möglichst schnell zu einem erfolgreichen Abschluss“ zu bringen. Schavan hatte erklärt, als international hoch anerkannte Berliner Forschungs- und Lehreinrichtung sei die Charité ein geeigneter Kandidat für „neue Formen der Kooperation zwischen Bund und Ländern“ nach dem Ende der gegenwärtig noch laufenden Exzellenzinitiative.
Auch Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) hatte sich am Mittwoch „ausgesprochen aufgeschlossen“ gegenüber einer Bundesuniversität Charité gezeigt.
Europas größtes Universitätsklinikum gilt als Beispiel der Spitzenforschung in Deutschland, hat aber auch mit vielen Problemen von Tarifkonflikt bis zu Sanierungsstau in Millionenhöhe zu kämpfen.
dapd/tj


