Drastischer Vorstoß aus der Berliner CDU in Sachen Einwanderungspolitik: Der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Heilmann fordert in einem Streitgespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Volker Ratzmann, einen Zuzugsstopp für die Hauptstadt. Berlin, so Heilmann, müsse zunächst einmal „diejenigen, die schon hier sind, integrieren, bevor wir weiteren Zuzug zulassen.“

Heilmann verwies auf die hohe Zahl von Arbeitslosen unter den Migranten. Ihm gehe es bei dem Zuzugsstopp nicht um den japanischen Wissenschaftler, der in die Stadt komme und forsche. „Es geht darum, dass wir unter den Migranten 43 Prozent Arbeitslosigkeit haben“, sagte Heilmann. Die Vergrößerung dieser Gruppe schade dieser Gruppe wie auch allen anderen. „Deswegen finde ich weder den Begriff Einwandererstadt noch Multikulti hilfreich, weil da immer mitschwingt: Du kannst so bleiben, wie du bist“, sagte der Christdemokrat. Dabei müssten sich viele Migranten bewegen.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Ratzmann, sagte, hier lebende Ausländer müssten sich zwar einordnen. Er forderte aber ein deutliches Entgegenkommen durch die Deutschen. „Was fehlt, ist, dass wir dem nicht positiv gegenüberstehen und sagen: Ihr bereichert unser Leben“, sagte Ratzmann.