An der FU haben sich die Besetzer einen großen Weihnachtsbaum aufgestellt, wie die Sprecherin schilderte. Am ersten Feiertag wollten die Studenten auf Kochplatten Bratlinge mit Klößen und Rotkohl zubereiten. Einige Studenten bekamen Besuch von Verwandten. Die Sprecherin selbst erwartete am zweiten Feiertag ihren Onkel und ihre Großmutter. Die Verwandten bedauerten einerseits, dass sie an Weihnachten nicht zu Hause sei, sagte die Studentin. Andererseits gebe es Verständnis für die Protestaktion.

Viele Besetzer der vergangenen Wochen sind den Angaben zufolge jedoch zu ihren Familien gefahren. Sie werden nach den Feiertagen zurückerwartet.

Nach der Räumung von besetzten Hochschulen in anderen Städten haben die Berliner Besetzer für den 30. Dezember zu einem „Perspektivtreffen“ an die HU geladen. Um 18.00 Uhr solle im Audimax der HU die weitere Vorgehensweise beraten werden. Die jüngsten Polizeieinsätze unter anderem in Wien, Hamburg und Bochum erforderten einen Strategiewechsel.

Neben dem bereits beschlossenen bundes- und europaweiten Solidaritätspakt sollten bei dem Treffen „konkrete Aktionen als Antwort auf die Eskalationsstrategie der Hochschulleitungen“ geplant werden. Diese Provokationen könnten in keinem Fall hingenommen werden und erforderten ein entschlossenes und zügiges Handeln.

BMO