Energiepolitik

Berlin verzichtet bei Straßenlampen auf LED-Technik

Berlin will auf umweltfreundliche Technik setzten - aber nicht um jeden Preis. Bei der geplanten Umrüstung von 8400 Gas-Straßenlaternen wird nun doch nicht LED-Technik, sondern konventionelle elektrische Beleuchtung zum Einsatz kommen. Der Grund: LED-Laternen liefern weniger Licht und kosten mehr.

Berlin setzt bei der geplanten Umrüstung der 8400 Gasreihenleuchten nicht auf LED-Technik. Der Einsatz von LED- statt elektrischer Leuchten als Ersatz für die Gasreihenleuchten würde erhebliche Mehrkosten und Mehrverbrauch von Energie und damit höhere Emissionen des klimaschädlichen Kohlendioxid verursachen, teilte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) in der Antwort auf eine Parlamentarische Anfrage der Linke-Fraktion mit. Die Kosten für die Leuchtenköpfe würden sich mehr als verdoppeln und zusätzliche Kosten von 3,4 Millionen Euro bedeuten, so die Senatorin.

Für Energie würden jährlich 90.000 Euro mehr an Kosten aufgrund der geringeren Lichtleistung der LED entstehen. Es müsste nach Angaben von Junge-Reyer ein Drittel mehr Energie aufgewendet werden, um dieses Defizit auszugleichen. Damit verbunden wäre auch eine Erhöhung des CO2-Ausstosses um 400 Tonnen im Jahr.

Der Senat lehne es deshalb ab, die geplante Umrüstung um 3 bis 5 Jahre hinauszuschieben, bis vielleicht geeignetere LED-Leuchten zur Verfügung stünden, betonte die Senatorin. Dann könnten die Kosten für Energie und Betrieb von rund 5 Millionen Euro und eine Minderung des Kohlendioxidausstosses um 9000 Tonnen im Jahr erst später realisiert werden.

( BMO )