Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) sieht durch die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie die Bildungspolitik des rot-roten Senats bestätigt. Sie zeigten, „dass wir insbesondere mit unserer Schwerpunktsetzung ganztägige Bildung in Grundschulen und Integrierten Sekundarschulen sowie der Qualitätssicherung in Berlin auf dem richtigen Weg sind“, sagte Zöllner am Dienstag. Zugleich betonte er, dass man sich „nicht zurücklehnen“ dürfe.

Laut der am Dienstag vorgestellten Pisa-Studie von 2009 haben die deutschen Schüler im internationalen Vergleich aufgeholt. Die 15-Jährigen wurden im Lesen in den vergangenen Jahren stärker, im Vergleich mit den übrigen OECD-Staaten sind sie aber weiter Mittelmaß. In Mathematik und Naturwissenschaften schneidet Deutschland erneut besser ab als der Durchschnitt der OECD-Länder. Der Rückstand gegenüber Spitzenreitern wie Südkorea oder Finnland ist aber nach wie vor groß.

In Berlin beteiligten sich an der deutschen Stichprobe sechs Schulen: eine Haupt-, eine Real-, zwei Gesamtschulen sowie zwei Gymnasien mit rund 500 Schülern. Das entspricht rund fünf Prozent der deutschen Schulstichprobe und lässt nach Angaben einer Sprecherin der Schulverwaltung keine Rückschlüsse auf das Leistungsniveau der Berliner Schüler dieser Altersgruppe zu.