Die Zahl der Grenzdurchbrüche nach Polen ist nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) stark gestiegen. Dies gehe aus einer Statistik der Bundespolizeidirektion Berlin hervor, wie ein Sprecher der Gewerkschaft jetzt mitteilte. Allein in den Monaten September und Oktober zählten die Beamten 32 dieser Fluchten - im Durchschnitt eine in 48 Stunden.
Auch die Zahl der Autodiebstähle hat demnach in Brandenburg um bis zu 21 Prozent zugenommen. Besonders betroffen seien die grenznahen Gemeinden. Ein Sprecher der Bundespolizei wollte die Angaben der Gewerkschaft nicht bestätigen.
"Der gewaltsame Durchbruch ist zur Kultur der Autodiebe geworden", sagt Heiko Teggatz, der in der DPolG für die Bundespolizei verantwortlich ist. Anhaltezeichen der Beamten werden missachtet, Kontrollstellen mit bis zu 200 Stundenkilometern durchbrochen. Ohne Rücksicht auf Leib und Leben. Der Gewerkschafter spricht von einer erheblich gestiegene Gefahr für die eingesetzten Kollegen. Man registriere eine "zunehmende Brutalität und Gewaltbereitschaft" auf den Straßen, die nach Polen führen.




