Ein Spezialeinsatzkommando der Berliner Polizei hat am Montagabend eine Wohnung in Berlin-Wilmersdorf gestürmt und dort eine 63-jährige Frau und einen 70-jährigen Mann tot aufgefunden. Eine Mordkommission ermittelt, weil der Mann erst die Frau erschossen und sich dann selbst getötet hat. Der 70-Jährige konnte offenbar nicht ertragen, dass sich seine Frau von ihm trennen wollte.

Polizei und Feuerwehr wurden gegen 19.40 Uhr zu einem Hochhaus an die Schlangenbader Straße nach Wilmersdorf gerufen. Wie die Polizei mitteilte, war die 63-Jährige Ehefrau in Begleitung einer Freundin am Montagabend in die Maisonette-Wohnung zurückgekehrt, in der sie mit dem 70-Jährigen zuvor gewohnt hatte, um einige persönliche Sachen zu holen.

Die Frau sei dann mit ihrem Ehemann in die obere Etage der Wohnung gegangen, um eine Zigarette zu rauchen, teilte die Zeugin später der Polizei mit. Plötzlich habe sie merkwürdige Geräusche gehört. Kurz darauf sei dann der 70-Jährige die Treppe allein herunter gekommen und habe die wartende Frau angeschrien, sofort die Wohnung zu verlassen, was sie auch tat.

Die Freundin alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte, die kurz darauf an der Schlangenbader Straße eintrafen. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) wurde zu dem Einsatz gerufen. Zeugen hatten Schüsse aus der Wohnung gehört.

In den nächsten Stunden versuchten die Verhandlungsführer der Polizei in Kontakt mit dem 70-Jährigen zu treten. Doch der Mann ging weder an sein Telefon, noch reagierte er auf die versuchte Kontaktaufnahmen an der Wohnungstür.

Nach ausführlicher Beratung der Einsatzleitung und etlichen gescheiterten Versuchen mit dem 70-Jährigen zu sprechen, wurde schließlich gegen 22 Uhr entschieden, die Wohnung gewaltsam zu öffnen. Nach Informationen von Morgenpost Online verschafften sich SEK-Beamte zeitgleich über die zwei Etagen Maisonette-Wohnung Zutritt und fanden die Eheleute schließlich tot in der Wohnung vor.

plt/mtt