Wenn der Textildiscounter KiK zur Eröffnung seiner 3000. Filiale in eine Plattenbausiedlung nach Marzahn einlädt, ist das allein schon ein Grund zum Schmunzeln. Wenn die Billigtextilienkette dann auch noch ihre Werbe-Ikone Verona Poth dazu verpflichtet zu kommen - und zwar „live“, wie es in der Werbung hieß - dann möchte tatsächlich manch einer richtig gern dabei sein. Es herrschte also großer Andrang. Auf dem Podest, umringt von Fans, Verona Pooth, die ihren Namen für eine Modekollektion hergegeben hat.

Die 42-Jährige schildert rührend den Beginn ihrer Sympathie für die Marke. Ihr Stylist habe ihr offenbart, dass er einige Teile ihrer Garderobe (die ihr selbstredend bestens gefielen) bei KiK gekauft habe. „Daraufhin ging ich in eine Filiale in Düsseldorf“, sagt Pooth. „Die Sachen gefielen mir wirklich. Es war groß in dem Laden.“ Also kaufte sie mal so richtig ein: Socken und Boxershorts für Mann Franjo Pooth und drei Herrenschlafanzüge (!), in denen, so Frau Pooth, das Paar nun mit Sohn San Diego(7) im Einheitslook am Frühstückstisch sitzt.

"Auch eine Verona Pooth freut sich mal über ein Schnäppchen“, sagt Pooth über sich selbst. Sie sei schließlich „auch nur eine normale Hausfrau“. Dass zwischendurch Demonstranten „KiK beutet aus!“ rufen, lächelt Pooth weg. „Es kratzt nicht, es juckt nicht, es passt einfach! sagt sie.“ „Jetzt die PR-Fotos!“, ruft ein Fotograf. „Das KiK-Maskottchen kommt mal ganz schnell auf die Bühne“, bittet die Moderatorin der Gaudi. Verona Pooth lächelt dabei angestrengt.